Fischingen und Orval

Goldring – Fisch – Glas – Bière d’Abbaye:
Die Brauerei Kloster Fischingen und die Brauerei der Abtei Orval in Belgien verbindet vieles. Ganz abgesehen von den Bières d’Abbaye teilen sie Gründungslegenden mit goldenen Eheringen und ein Fisch mit Bierglas im Brauereilogo.

Iddaburg mit Legende der Heiligen Idda
Iddaburg mit Legende der Heiligen Idda

Der Legende nach wurde die heilige Idda im 12. Jahrhundert mit dem Grafen Heinrich von Toggenburg verheiratet und zog auf sein Schloss nahe Fischingen. Eines Tages verlor sie ihren Ehering, den der Graf später an der Hand eines Jägers entdeckte. Dass dieser den Ring im Horst eines Raben gefunden hatte, glaubte der Graf weder ihm, noch seiner Frau. Viel mehr stiess der eifersüchtige Gatte im Jähzorn seine vermeintlich untreue Ehefrau aus dem Fenster der Burg und liess den Jäger töten.

Wohl der Unschuld wegen wurde Idda – trotz des Sturzes über die hohe Felswand – verschont und wundersam gerettet. Sie floh in eine Höhle im Wald am Fusse der Burg und widmete fortan ihr Leben Gottes Botschaft. Der reuige Ehemann liess ihr später in der Au beim Kloster Fischingen eine Klause errichten. Er hatte seinen Irrtum erkannt, bat sie um Vergebung und wollte sie im Schloss wieder aufnehmen. Idda aber beschloss, weiterhin Gott zu dienen.

Idda vom Toggenburg wurde oft mit einem Raben mit Ring oder mit einem Hirschen mit Kerzen auf dem Geweih dargestellt, mit dem er sie im Dunkeln zum Gottesdienst in der Klosterkirche geleitet haben soll. Noch heute ist die Iddakapelle eine Pilgerstätte in der prächtigen barocken Klosterkirche in Fischingen.

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Die Abtei Orval in Belgien wurde in derselben Epoche wie Fischingen gegründet, und diese Gründung ist ebenfalls mit einer Legende verbunden. Die Gräfin Mathilde von Tuszien liess aus Versehen ihren Ehering in die Quelle jenes Tales fallen, in dem die Abtei heute steht, und betete zu Gott, er möge ihr beim Wiederfinden helfen. Sogleich erschien eine Forelle an der Wasseroberfläche, die in ihrem Maul den kostbaren Ring trug. Da rief Mathilde : „Vraiment, c’est ici un val d’or!“ (Orval) und beschloss, aus Dankbarkeit ein Kloster an diesem geweihten Ort zu gründen.

Man könnte einwenden, dass in Fischingen ein Rabe der Bösewicht, hingegen in Orval eine Forelle die Gute war, aber es resultierte doch etwas Verbindendes: Beide Klöster haben heute eine Brauerei mit einem Bierglas und Fisch im Logo, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Werbetafel der Trappistenbrauerei Orval BE
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