Merlotfass – Eine persönliche Geschichte

Ausgerechnet die Tessiner Reben brachten mich auf eine neue Bier-Idee! Das Ergebnis ist so sensationell, dass es uns zu einer neuen Kategorie inspirierte. «PILGRIM LIMITED EDITION». Holzfassgereifte Exklusivitäten, die es nur einmal gibt. Lesen Sie jetzt die ganze Geschichte, wie es dazu kam…

Ziemlich genau in der Mitte zwischen Ascona und Locarno, geht der Weg durch die «Terreni della Maggia». Die Felder fallen auf. Nebst Reben sieht man Reis, Wacholder, Nussplantagen und Getreide.

Am Rande des riesigen Naturschutzgebietes im Maggiadelta ist alles tipptopp gepflegt. 150 Hektar integrierte Landwirtschaft fügen sich harmonisch in die wunderschöne Natur.

Respekt vor der Natur ist das Erfolgsgeheimnis

Man spürt, da sind Menschen mit grossem Respekt vor der Landschaft und deren Schönheit am Werk. Die Produkte daraus sind einmalig. Pasta, Risotto, Mais für die Polenta, Hartweizen für Pasta, Wacholder für den Gin, Weine, Grappa und sogar Hopfen für ein eigenes Bier.

«Das hat noch einiges Potenzial», meinte ich damals leise lächelnd. Sie seien noch am Arbeiten, erzählte daraufhin der Chef.

Frisch geleerte Merlotfässer

Bei meiner Besichtigungstour durch diesen fantastischen Gutshof mit Weinkellerei habe ich die frisch geleerten Merlotfässer entdeckt. «Die gehen in eine Whiskybrennerei», war die Antwort auf die Frage was damit geschehen soll.

Nur für Whisky? Wär das nicht auch was mit Bier? Mit normalen Bieren im Weinfass wird`s zwar schwierig. Der Wein-Geschmack wird schnell dumpf und die Bakterien im Fass lassen das Bier sauer werden.

Nur der hohe Alkoholgehalt unserer Grand Crus schützt davor. Und wenn man die Fässer frisch geleert, sofort wieder füllt, müsste sich das Merlot-Aroma im Holz mit den Orangen-Noten unserer Triple Blanche eigentlich gut vertragen…

Fruchtiges Blanche und die Aromen der Trauben

Kurzes Telefon zum Braumeister und schon war der Entscheid gefasst. Von der nächsten Charge Merlotfässer aus der Kellerei im Tessin holten wir eine Ladung nach Fischingen. Dazu brauten wir 1000 Liter Grand Crus Imperial Blanche.

Nach der langen offenen Gärung im Bottich schlauchten wir das Jungbier in die frisch eingetroffenen Eichenfässer im Klosterkeller und liessen es viele Wochen reifen.

Eine herrliche Symbiose

Mittlerweile sind einige Monate ins Land gegangen. Das Grand Crus Imperial Blanche hat sich in den Fässern wunderbar entwickelt. So wunderbar, dass ich es regelmässig verkosten musste.

Sagenhaft was da entstand. Die Kombination der Fruchtnoten aus dem Bier und die wunderbaren Merlot-Töne im Holzfass, die letzten Spuren Tannin verbunden mit der Oxidation durch das Atmen im Eichenholz, liessen ein Bier heranreifen, wie ich es noch selten erlebt habe.

Und wer mich kennt weiss, dass ich mit solchen Beschrieben sehr zurück-haltend umgehe…

Eine Exklusivität für unsere Freunde

Ende März haben wir die Köstlichkeit in kleine Tanks umgefüllt, einige Tage lang leicht karbonisiert und dann in die kleinen Champagner-Flaschen abgefüllt. 2486 Stück gibt’s, mehr nicht.

Es ist unser erstes «Limited Edition» im 2021. Wir verkaufen diese Köstlichkeit drum – fast – ausschliesslich an unsere Freunde und Kunden im Online-Shop und im Brauerei-Laden. Verpassen Sie also die Chance nicht und sichern Sie sich ein paar Flaschen.

Überraschende Fortsetzung

Und während ich diese Zeilen schreibe, ruft die Transportfirma an. Eine weitere Ladung frisch geleerter Weinfässer ist soeben aus dem Tessin eingetroffen.

Unsere neuen Freunde in Ascona waren vom LIMITED No. 1 so begeistert, dass sie es wiederholen möchten. Diesmal exklusiv für ihre Freunde. Vielleicht können wir dann wieder etwas abzweigen…

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