Bière d’Abbaye Triple

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Geschichte

Man sagt, die klösterliche Brautradition gehe auf Benedikt von Nursia († 547) zurück. In den benediktinischen Regeln gibt er den Mönchen vor, alles was sie essen und trinken selber herzustellen. Und gleichzeitig sagt er „trinken bricht das Fasten nicht“ – womit die Idee, sich die Fastenzeit mit Starkbieren zu erleichtern auf der Hand liegt.

Klosterbrauereien gab es über Jahrhunderte. Die Mönche haben mit Ihrem Wissen viel beigetragen zur Entwicklung von bekömmlichen Bieren. Ihre Biere und ihre Brauereien sind allerdings in der Folge der Gewerbes, Brauzünfte, Industrie und nicht Letzt des bayrischen  Reinheitsgebotes bis auf ein paar Ausnahmen verschwunden.

Trappistenbrauereien

Die Trappisten sind eine etwas strengere Version des Benediktinerordens. Hinter ihren hohen und geschlossenen Mauern hat eine ganz besondere Brautradition überlebt. Die sogenannten Bières Trappiste oder auch Bières d‘Abbaye – Abteibiere. Die Rezepte stammen aus der Zeit des Barocks (ca. 1650-1770). Mit üppigem Prunk in den Kirchen wollte man den Menschen zeigen wie schön es im Himmel ist und sie für den Glauben begeistern. Feste mit edlen Speisen und Getränken gehörten zum höfischen Leben. Gewürze waren teilweise teurer als Gold – man zeigt damit seinen Reichtum.

In flämischen Klosterbrauereien haben einige der alten, barocken Braurezepte die Jahr-zehnte überlebt. Hobby-Brauer aus den USA entdeckten Ende der 1970-iger-Jahre diesen Schatz, nahmen die seltenen Kloster-Hefen mit nach Hause und brauten die Biere nach. Seither gewinnen sie als „Bière d‘Abbaye“,  Kloster- oder Abteibiere,  rund um die Welt immer mehr Freunde. Und seither finden sich in amerikanischen Hefebanken Mutationen dieser ursprünglich aus Klöstern stammenden Hefen.

Bière Trappiste vs. Bière d’Abbaye

Als Folge dieser „Wiederentdeckung“ erlebten die aromatischen Biere eine Renaissance. Nicht nur in Klosterbrauereien entstanden wieder traditionelle, aromatische Biere als Antwort auf die geschmacksarmen Industriebiere.

Die zwei Gruppen – Trappisten und Abtei-Biere – unterscheiden sich dabei nicht in Machart oder Geschmack sondern nur in der Art wie die Brauerei betrieben wird. „D`Abbaye-Brauereien“ – Abteibrauereien – sind weltliche Brauereien während die „Trappistenbrauereien“ immer einem Kloster gehören und von Patres betrieben werden müssen. Sie dürfen keine Gewinnabsichten verfolgen. Die Marke „Trappiste“ ist wurde den rund 10 Trappisten-Klosterbrauereien in Belgien, Holland, Österreich und neuerdings auch in USA (Spencer/MA) geschützt.

Abteibier aus dem Kloster Fischingen

Die Brauerei Kloster Fischingen AG hat ihren Sitz im Süd-Risalit des aktiven Benediktinerkloster Fischingen. Sie knüpft mit ihren Bierrezepten an die Traditionen der Abtei- oder Trappistenbrauereien an. Die ursprünglichen Rezepte werden immer wieder überarbeitet, den heutigen technischen Möglichkeiten, Lebensmittel-Vorschriften und sich ändernde Geschmäcker der Biergeniesser anpasst.

Die Zusammenarbeit der Brauerei mit dem Kloster ist in einem langjährigen Vertrag geregelt. Die Brauerei trägt mit Ihren Bieren bei an das Leben und den Unterhalt der Klosteranlagen. Weil sie die weltliche Rechtsform einer Aktiengesellschaft hat und zum Überleben Gewinn erzielen muss, darf sie allerdings den Namen „Trappiste“ nicht verwenden.

Bière d’Abbaye mit Zusatz Triple

Die Klosterbiere lassen sich in mehrere Kategorien einteilen. Die Bezeichnung ist dabei nicht durchgängig und klar. Nebst dem Dubbel – meist mit 6-8% Alkohol – kennen die meisten Klosterbrauereien den sog „Tripel“ mit gegen 10% Alkohol. Das Wort „Tripel“ erklärt nicht nur die dreifache Stärke des Bieres – man kann es auch als Hinweis nehmen auf die Art der Gärung:
1. Gärung im offenen Bottich
2. Gärung im Tank
3. Gärung im Fass oder in der Flasche

Brau-Rezepte

Wir brauen unsere Bières d‘Abbaye Triple nach klassischen Braurezepten aus belgischen und deutschen Spezial-Malzen, diversen Hopfen, den klassischen belgischen Bier-Gewürzen, sowie mit Zusatz von hellen und dunklen Kandis- oder flüssigem Invertzucker. Das Wasser stammt aus der Fischinger Klosterquelle, welche direkt hinter dem Kloster im Wald entspringt.

Brau-Technik

Die starken Würzen (24% Extrakt) lassen wir lange und zum Teil mit verschiedenen Hefen gären. Meist im Bottich, im Tank und in den Champagnerflaschen. So erhalten die Biere ihre einmalige Perlage und den ganz besonderen Gout. Um Biere in dieser Stärke herzustellen, braucht es auch eine besondere Technik. Nicht jedes Sudhaus verarbeitet Würzen mit so hohen Zuckerkonzentrationen. Die Temperatursteuerung ist äusserst heikel und die Beschaffung der Hefe ein schwieriges Thema.

Bière d’Abbaye Triple – die Bierstile

Wir brauen vier verschiedene Triples, alle mit 10% Alkohol und in Champagnerflaschen abgefüllt.

  • Triple Ambrée: Bernsteinfarbenes, malzbetontes Abteibier mit feiner Dörrobsnote
  • Triple Blanche: Helles, fein-trübes mildes Bier mit deutlicher Orangennote
  • Triple Blonde: Klassiker der Trappisten-Biere, mild, ausgewogen, mit feiner Gewürznote
  • Triple Noire: Schwarz wie die Nacht, mit intensiven Röst- und Kaffeearomen

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