Beer knowledge
Die Sache mit den Bier-Prämierungen
Es gibt mittlerweile ein halbes Dutzend mehr oder weniger bekannte Bierverkostungswett-bewerbe. Zu den bekanntesten Trophys gehört der World Beer Cup, dominiert von den ameri-kanischen Brauereien, der European Beer Star, organisiert von den Privaten Brauereien Deutschland, die Brussels Beer Challenge des belgischen Brauerbundes, der Swiss Beer Award der Schweizer Brauereien, Meiningers International Craft Beer Award , die International Beer Challenge in London die sogar die Verpackung einschliesst. Die Brauereien haben jede Menge Chancen um sich mit Medaillen zu schmücken. Die Wirkung solcher Auszeichnungen auf den Markterfolg ist dementsprechend bescheiden. Wir machen selten bis fast nie mit. Ausser wenn es uns etwas bringt…Während nämlich an den obigen Trophys fast ausschliesslich Profis oder Halb-Profis die Biere verkosten sitzen an der Frankfurter International Beer Competition auch Laien am Verkostungs-Tisch. Der Mix zwischen Profis und Konsumenten gibt ein ganz anderes Bild der Biere. Die Meinung der Konsumenten, wie ihnen ein Bier schmeckt, scheint uns mindestens so wichtig wie die Prüfung nur durch Profis. Dies Beurteilung des Verkoster-Teams wird dazu nach einem Punktesystem erfasst und in der Geschmacksspinne aufgezeichnet. Damit können wir etwas anfangen. Es gibt uns einen Anhalt wie wir brauen sollen damit die Biere den Konsumenten gefallen. Diplom
Die Sache mit den Bier-Prämierungen
Es gibt mittlerweile ein halbes Dutzend mehr oder weniger bekannte Bierverkostungswett-bewerbe. Zu den bekanntesten Trophys gehört der World Beer Cup, dominiert von den ameri-kanischen Brauereien,...
No-Alc-Bier - zwischen Marketing-Hype, Labor-Aromen und echter Braukunst
Die Medien sind voll von Krisenmeldungen aus dem Biermarkt. In Deutschland schlitteln Brauereien reihenweise in den Konkurs,. In der Schweiz herrscht das grosse Schweigen. Nicht, weil es der Branche hier besser geht, sondern weil der Markt weniger transparent ist. Um so lauter wird in den Pressemeldungen der Brauer der Zu-wachs an alkoholfreien Bieren bejubelt. Man könnte denken, dieser Hype sei der „Retter der Brauereien». Diese Aussage verdient allerdings einen kritischen Blick hinter die Kulissen. Die Geschichte der „Eintagsfliegen“ Alkoholfreie Biere wurden bereits in der Vergangenheit regelmässig bejubelt, nur um bald wieder in der Versenkung zu verschwinden: Bis 1971: Das Birell von Hürlimann wurde intensiv beworben, verschwand aber bald nach dem Unfalltod seines Werbeträgers Jo Siffert. 80er-Jahre: Cardinal versuchte mit Moussy ein internationales Abenteuer. Es funktionierte, bis der US-Riese Anheuser-Busch mit eigenen Produkten (O'Doul’s) den Markt wieder dichtmachte. 90er-Jahre: Clausthaler beherrschte mit seinem „Nicht immer – aber immer öfter“ das Segment. Driver war das Marketing und die von Binding entwickelte Kaltgärung welche das Bieraroma schonte. Auch dieser Glanz ist verblasst. Heute springen Generation Z und Millennials auf die No-Alc Welle auf. Jede Brauereimuss darum ein No-Alc im Sortiment haben. Entweder ein eigenes, oder eines vom Kollegen. Der Alkohol-Konsum geht massiv zurück. Die Drogenrückstände im Ab-wasser vieler Städte steigen an. Hat man nur die Droge getauscht? Der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen. Es trifft auch die Winzer und den Wein Alkoholfreier Wein ist ein noch schwierigeres Terrain. Der Trend ist aber auch da angekommen, die Voraussetzungen sind völlig anders. Während Traubensaft – pur oder mit Mineralwasser gespritzt – ein bewährtes und ehrliches Getränk ist, scheitert der alkoholfreie Wein an der Sensorik. Da es beim Wein keine spezialisierten Hefen wie beim Bier gibt, muss der Alkohol physisch entzogen werden. Das zerstört das Bouquet fast vollständig. Am ehesten funktioniert das noch bei Prosecco oder Weisswein, wo die Kohlensäure oder eine gewisse Säure die geschmackliche Leere kaschiert. Beim Rotwein jedoch bleibt oft nur ein enttäuschtender Eindruck zurück – der Wein verliert ohne Alkohol sein Herz. Das Geheimnis im Köfferli: Chemie statt Handwerk? Zugegeben, der Geschmack alkoholfreier Biere hat sich massiv verbessert. Der Grund dafür liegt aber nicht nur in der Braukunst und in neuen Hefen. Ein Besuch einer „Aromaberaterin“ in unserer Brauerei in Fischingen öffnete mir die Augen: Mit einer Palette von Bier-Aromen im Köfferli konnte sie Wasser fast perfekt in „Bier“ verwandeln. Die moderne Herstellung von No-Alc hat oft mehr mit Laborarbeit als mit Handwerk zu tun. Wenn dem Bier durch Vakuum-Destillation oder Filtration der Alkohol entzogen wird oder wenn er durch eine andere Gärung gar nicht erst entsteht so verliert das Bier seine Seele – Aromastoffe. Diese werden im Anschluss oft künstlich wieder zugesetzt oder mit Fruchsaftzusätzen ersetzt. Die ökologische und geschmackliche Sackgasse Der industrielle Prozess für alkoholfreies Bier ist dazu alles andere als nachhaltig und darum auch höchst fragwürdig: Grosser Aufwand: Gerste wird unter hohem Energieeinsatz vermälzt, geschrotet, die Stärke im Sudhaus mit Wärme in Zucker abgebaut, geläutert, gehopft und gekocht. Vernichtung: Die Hefe produziert aus dem Zucker Alkohol den man mittels Vakuum oder Filter wieder entzieht. Verschwendung: Der entzogene Alkohol – entstanden aus der Stärke der Getreidekörner - landet als Industriesprit im Putzmittel oder Brennstoff-Tank. Am Ende steht ein Getränk in dem viel Energie und wertvolle Roshtoffe stecken die man zum grössten Teil wieder vernichtet hat und dabei der gesundheitsschädliche Alkohol gegen nicht sehr gesunden Zucker getauscht wird – man vertreibt den Teufel mit dem Beelzebub. Das kann ja auf Dauer nicht funktionieren. Die Konkurrenz der „Functional Drinks“ Gegenüber alkoholfreiem Bier haben sogenannte Functional Drinks (Energy Drinks, Isotonische Wasser, Relax-Drinks mit CBD oder Hanf) einen riesigen Vorteil: Sie schmecken nicht nur gut, man trinkt sie auch nicht nur gegen den Durst, sie definieren sich für oder mit Zusatznutzen anstatt über Verzicht. In den Getränkevitrinen in USA stehen neben 100 anderen bunten Functionaldrinks allein schon ein Dutzend Kombucha-Varianten – die Marketingmacht globaler Konzerne drückt da voll durch. Das „alkoholfreies Bier“ wirkt dagegen schon vom Namen her wie eine Verzichts-erklärung mit Langeweile pur. Der PILGRIM-Weg: Genuss statt Industrie Wir bei PILGRIM glauben nicht an die industrielle Massenware und den durch-schlagenden und nachhaltigen Erfolg der No-Alc-Biere. Wir haben auch keine Chance gegen die Marktmacht der Grossen. Die No-Alcs werden bestimmt immer eine gewisse Rolle spielen. Sie kommen aber wieder unter Druck von Innovationen und sind auch kommen die Rettung des Biermarktes sein. Viel mehr als 8-10% des Biermarktes werden sie kaum erreichen. Immerhin – es reicht aber nicht für eine Marktsanierung Unsere Philosophie teilt sich darum in zwei Wege: Die High-End-Nische Wir setzen weiter auf Genussbiere für besondere Momente. Unsere holzfassgereiften Grand Crus mit bis zu 15 % Alkohol (wie der Goldfisch aus dem Cognacfass), unsere Barrique und die Abteibiere mit 10% sind keine einfachen Durstlöscher, sondern Kulturgut. Dieser Markt ist stabil, ähnlich wie Champagner der sich auch bemerkenswert gut hält. Genuss ist immer ein Thema. Zu besonderen Gelegenheit geniesst man kein No-Alc: Man trinkt zwar etwas weniger, dafür besser. Der Umsatz hält. „Sessions“ – die leichtere Variante von Klassikern Anstatt Bier den Alkohol zu entziehen oder mit neuen Hefen und gestoppter Gärung den natürlichen Prozess zu stören setzen wir auf gekonntes Mischen. Wir kombinieren unsere Biere mit hohem Alkoholgehalt und extrem viel Aromen mit hochwertigem Schwarz- oder Münzentee, mit Kirschen- und Beerensäften und aromatisieren mit Gewürzen bis die Ballance stimmt. Das funktioniert nur so gut dank den Ausgangsbieren mit viel Alkohol. Es entstehen so spannende Low-Alc-Varianten wie unser Tee-Beer (2.8 %) oder Cherry Blanche (3.6 %). Das Ergebnis ist bemerkenswert voller Biercharakter bei deutlich tieferem Alkoholgehalt – handwerklich, ehrlich und ohne Labor-Aromen. Fazit: Wer echte Lebensfreude sucht, findet sie nicht im Labor-Bier der Grossbrauer sondern im Handwerksbier der Kleinen. Ob als starkes Grand Cru oder als leichtes Session-Bier. Brauer-Handwerk und richtiges Bier mit schönen Aromen bleibt die Leidenschaft und die Seele von PILGRIM.
No-Alc-Bier - zwischen Marketing-Hype, Labor-Aromen und echter Braukunst
Die Medien sind voll von Krisenmeldungen aus dem Biermarkt. In Deutschland schlitteln Brauereien reihenweise in den Konkurs,. In der Schweiz herrscht das grosse Schweigen. Nicht,...
FRÜHLINGSBIERFEST IM KLOSTERHOF
SAMSTAG 18. APRIL 11.00 BIS 16.00 UHR Komm vorbei, probiere und erlebe die Welt von PILGRIM: im Fischinger Klosterhof mit dem BRAUHAUS-FOOD-TRUCK. Gratis 20 PILGRIM Biere verkosten Neu: PILGRIM Wet Hop Session Pale Ale 3.8% vol Neu: PILGRIM Cherry Blanche mit weniger Alkohol Fast neu: PILGRIM TEA BEER mit 2.8% Alc Neu: PILGRIM BARRIQUE – Bierkäse PILGRIM Pralinen PILGRIM BARRIQUE MALT BRAND Limited Editions entdecken Grand Crus GOLDFISCH 15% vol und BLACKFISCH 12.5% probieren Blick in den 300 Jahre alten Barrique-Keller werfen Von Spezialpreisen im Brauerei-Laden profitieren Rabatt-Code mitnehmen für den Onlineshop An der Klosterführung teilnehmen (12.30 Uhr) Nette Leute kennenlernen und mit den Brauern sprechen Erfahren wie es mit der Klosterbrauerei weitergeht Blick in die Klosterkirche werfen die hl Idda besuchen Eintritt CHF 10.00 - plus Deine Mailadresse! Dafür bekommst Du Dein Glas und 3 Jetons für 3 x Biergenuss. Die Jetons gelten auch im Brauereiladen. Save the Date – wir freuen uns auf Dich! PILGRIM-TEAM
FRÜHLINGSBIERFEST IM KLOSTERHOF
SAMSTAG 18. APRIL 11.00 BIS 16.00 UHR Komm vorbei, probiere und erlebe die Welt von PILGRIM: im Fischinger Klosterhof mit dem BRAUHAUS-FOOD-TRUCK. Gratis 20 PILGRIM Biere...
Primeurs der Bierwelt – Biere mit erntefrischem Hopfen
Frischer Hopfen im BierDie aromatischen Öle im Hopfen oxidieren sehr schnell; bereits nach einem Tag ist der Abbau spürbar. Um die Aromen zu erhalten, muss man die Hopfenblüten sofort nach der Ernte pflücken, trocknen und fest zusammenpressen, um sie vor Luft-kontakt zu schützen. Traditionelle Konservierung und der „Siegelhopfen“Die getrockneten Blüten werden in große Jute-Ballen mit einem Gewicht von 50 kg bis 100 kg gepresst. Beschriftet, nummeriert und versiegelt, kommen sie als so-genannter „Siegelhopfen“ mit Ursprungszeugnis in den Handel. Früher steckte man diese Ballots in Metallfässer, schraubte sie luftdicht zu und verdrängte den Sauerstoff mit Kohlensäure. So blieb der Hopfen im Kühlraum einige Monate ohne Oxidationserscheinungen haltbar. Teilweise wird das heute noch so gemacht, meist ohne das Metallfass. Die Ballots lagern im Kühlraum bei tiefen Temperaturen und werden bei Bedarf zur Verarbeitung ins Hopfenwerk geliefert. Moderne Verarbeitung: Pellets und ExtrakteIm Hopfenwerk werden die gepressten Blüten weiterverarbeitet: Pellets: Die Blüten werden gereinigt, fein gehäckselt und erneut gepresst. Vakuumverpackt bleiben sie lange frisch. Extrakt: Mit Alkohol werden die Bitterstoffe (Hopfenharz) herausgelöst. Dabei gehen jedoch oft Aromen verloren. Aroma-Extraktion: Heute gibt es das Know-how, gezielt Hopfenöle zu extrahieren, um dem Brauer reines Aroma zur Verfügung zu stellen. Die industrielle Verarbeitung ist komplex, da sie unter striktem Luftabschluss geschehen muss. Dennoch geht bei all diesen Prozessen ein wesentlicher Teil des Lupulins sowie viele weitere Aromastoffe aus den Blütenblättern verloren. Die Delikatesse - Biere aus FrischhopfenKein Wunder, dass Biere mit Frischhopfen als Delikatesse gelten. Biere mit frischem Hopfen haben einen besonderen Reiz, erfordern aber ernte-frischen Hopfen, der maximal einen Tag alt ist – eine logistische Herausforderung. Zudem besass Sudwerke früher einen „Hopfenseiher“ (Siebe), um die Doldenreste beim Abpumpen der Kochwürze zurückzuhalten. Da diese heute meist fehlen, muss der Frischhopfen in Säcken mitgekocht werden, was jedoch suboptimal ist. Der PILGRIM-Primeur - Session Pale Ale Wet HopEin findiger Hopfenbauer hatte nun eine clevere Idee: Er zerhackt die frisch ge-ernteten Blüten ungetrocknet und verpackt sie noch feucht in vakuumierte Alumin-iumbeutel, die anschließend pasteurisiert werden. So bleiben alle Hopfenöle und Aromastoffe voll erhalten. Diese Beutel lassen sich bei tiefen Temperaturen einige Monate aufbewahren. Das macht es möglich, Biere mit „frischem“ Hopfen auch weit nach der Ernte herzustellen. Braumeister Siegrist hat dieses Verfahren vor Kurzem entdeckt. Seither haben wir den „Primeur“ der Bierwelt im Angebot: das Session Pale Ale mit Wet Hop – ein hervorragendes Frühlingsbier. Hier kannst Du es bestellen PILGRIM Session Pale Ale Wet-Hop
Primeurs der Bierwelt – Biere mit erntefrischem Hopfen
Frischer Hopfen im BierDie aromatischen Öle im Hopfen oxidieren sehr schnell; bereits nach einem Tag ist der Abbau spürbar. Um die Aromen zu erhalten, muss...
1272 Jahre Fischinger Brautradition: unser flüssiges Erbe
Henauer Urkunde 6. August 754Rothpald überträgt dem Kloster St. Gallen für sein Seelenheilt seinen Besitz im Thurgau, in Rickenbach, in Wil, Züberwangen, Oberwangen, Dussnang/Fischingen, Schlatt, Bützberg und Wenzikon mit allem Zubehör und ausserdem seinen Unfreien Nandeng mit dessen Frau Bruna samt ihrer Hufe und allem Zubehör sowie seinen Unfreien Wolfar mit dessen Frau Ata samt ihrer Hufe und allem Zubehör. Er behält sich aber den weiteren Besitz der Güter gegen einen jährlichen Zins von 30 Eimer Bier, 40 Broten, einem Frischling im Wert von einem Tremissen, 30 Getreidegarben sowie gegen die Bewirtschafung von zwei Joch Land und ewaigen Fuhrdiensten vor. Auch seinen Sohn kann in diesen Zinsverhältnissen verbleiben. Quelle Stiftsbibliothek St. Gallen 1272 Jahre Fischinger Brautradition: unser flüssiges Erbe Die Geschichte des Fischinger Bieres beginnt mit einem kostbaren Per-gament am 6. August 754. In der „Henauer Urkunde“ wird, nebst anderen Dörfern unserer Region, erstmals namentlich Wil (Wila) er-wähnt, als Grenzort für ein Gebiet. Es ist für die Wiler aber Anlass für Ihr Stadtfest mit dem jährlichen Bierzins. Die Urkunde liegt heute in der Stiftsbibilothek im Kloster St. Gallen. Für uns in «Tuzzinwang» (Dussnang und Fischingen) ist diese Urkundeder Beweis, dass bereits vor 1272 Jahren hier im Tannzapfenland, mit dem Wasser aus der heutigen Klosterquelle, nicht wenig Bier gebraut wurde. Und für die europäische Biergeschichte ist das Dokument ein Meilen-stein: Der Begriff «Cervisa» taucht zum ersten Mal in einem amtlichDokument auf. In der Urkunde heisst es nämlich: „...et XXX siclas de cervisa“ – übersetzt «30 Eimer Bier». Cervisa ist ein neuer Begriff, der bisher nicht vorkam. Er setzt sich zusammen aus dem römischen Wort «Ceres» - Göttin des Ackerbaus – und «Visa» für Kraft. Es ist eine Wort-schöpfung für ein mystisches Getränke dessen Ursprung bei den Kelten liegt und von den Römern adaptiert und entsprechend getauft wurde. Ursprung im Tannzapfenland Anlass für diese Urkunde war eine Schenkung des freien Bauern Rotbald an das Kloster St. Gallen. Zwar nennt die Urkunde unter an-deren Ortschaften eben auch Wil, doch das wirtschaftliche Zentrum von Rotbald lag in der Gegend des heutigen Dussnang und Fischingen. Aus Sorge um sein Seelenheil verschenkte er seinen Besitz dem Kloster. Er durfte das Land zwar weiter bewirtschaften, verpflichtete sich aber zu einem jährlichen Zins von 40 Broten, 3 Garben Getreide, einem Frisch-ling und 30 Eimer Bier (ca. 350-400 Liter). Diese beachtliche Menge beweist - bereits 400 Jahre vor der Kloster-gründung in Fischingen (1134) gab es im Tannzapfenland eine gut entwickelte Braukultur. Um Bier zu brauen brauchte man Malz, gekeimtes und getrocknetes Getreide. Das Wasser stammte aus derselben Quelle die uns heute noch das Brauwasser liefert. Es brauchte Töpfe von beachtlicher Grösse und Fässer oder Krüge zum Transport. Das selbst-gebaute Bier war wertvolles Tausch- und Zahlungsmittel. Handel damit funktionierte aber nur mit gutem Bier. Auch die St. Galler Mönche hatten Qualitätsansprüche! Sie waren auf Bierlieferungen angewiesen. Der berühmte Klosterplan, worin drei Brauereien vorgesehen sind, entstand 80 Jahre später. Wir pflegen eine uralte TraditionIn der Brauerei im Kloster Fischingen knüpfen wir an diese Tradition an. Wir brauen mit dem gleichen Wasser und würzen unser Waldbier, wie damals, statt nur mit Hopfen auch mit Kräutern. Und während man in Wil einmal im Jahr das „Papier“ feiert, brauen wir das ganze Jahr rich-tiges «Rotbald-Bier». Darauf sind wir ein bisschen stolz. Hol` Dir ein Stück Fischinger Bier-Geschichte nach Hause. Was früher den Aebten und Patres vorbehalten war ist heute ein Genuss für alle. Nicht filtriertes PILGRIM Waldbier mit frischer Hefe und Kräutern gewürzt. Wie vor 1200 Jahren ein wunderbarer Durstlöscher
1272 Jahre Fischinger Brautradition: unser flüssiges Erbe
Henauer Urkunde 6. August 754Rothpald überträgt dem Kloster St. Gallen für sein Seelenheilt seinen Besitz im Thurgau, in Rickenbach, in Wil, Züberwangen, Oberwangen, Dussnang/Fischingen, Schlatt,...
DIE GESCHICHTE DER STARKBIERE
„Liquidum non frangit jejunium“ - Flüssiges bricht das Fasten nicht. Die Fastenzeit beginnt am 20. Februar und dauert bis am 4. April. Ohne Sonntage sind es 40 Tage (fast) ohne Essen bzw. ohne Fleisch. Während heute viele permanent an Verzicht denken, blicken wir in der Brauerei Pilgrim lieber auf eine jahrhundertealte Tradition zurück, in der Genuss und Fasten Hand in Hand gingen.Man verzichtete zwar – erlaubte sich aber zwischendurch auch wieder einmal Genüsse, die man umso mehr schätzte. Besondere Biere spielten da immer eine wichtige Rolle, seien es die Starkbiere unserer bayrischen Nachbarn – oder die herrlichen Biere der belgischen Trappisten-Klöster. Wir laden Sie ein auf eine kleine Reise durch die Geschichte der Starkbiere. Der heilige Benedikt (480–547): Als Gründervater der Klöster lehrte er das „rechte Mass“. Er wusste: Ohne Energie keine Arbeit. Er erlaubte seinen Mönchen darum eine tägliche Ration zur Stärkung, da sie die schwere Arbeit auf den Feldern sonst nicht verrichten konnten. So wurde das Bier zum nahrhaften „flüssigen Brot“. Der päpstliche Irrtum: Die Legende besagt, dass Papst Urban V. (Amtszeit 1362–1370) eine Kostprobe des Starkbiers aus dem Norden erhielt. Da es auf dem beschwerlichen Weg über die Alpen sauer geworden war, befand er mitleidig: „Dieses bittere Zeug zu trinken, ist eine derartige Qual, dass es als Fastenspeise hervorragend taugt!“ Er ahnte nicht, wie gut es frisch vor Ort im Kloster schmeckte... Der „Salvator“ und die Paulaner-Mönche: Im 17. Jahrhundert brauten die Mönche vom Orden des heiligen Franz von Paula in München ein besonders kräftiges Bier für die 40 Tage ohne feste Nahrung: das „Sankt-Vater-Bier“, später bekannt als Salvator (lateinisch für „Retter“). Der Paulaner Salvator wurde zum Urvater der Starkbiere. Die klebrige Starkbierprobe: Wussten Sie, wie man früher die Qualität prüfte? Am 1. April 1780 testete Kurfürst Karl Theodor das Bier auf einer Holzbank. Man goss etwas Bier auf die Bank, und der Kurfürst musste sich mit seiner Lederhose daraufsetzen. Blieb die Bank beim Aufstehen an der Hose kleben, war genug Malzzucker drin – und das Bier „stark genug“. Dieses Erbe lebt bis heute in allen Bieren weiter, die auf „-ator“ enden. VON DER TRADITION ZUR VOLLENDUNG: PILGRIM & BELGIEN Was in München der Salvator ist, ist bei uns im Klosterkeller die Kunst der Stark-biere nach belgischem Vorbild . die sogenannten Grand Crus. In der Stille unseres Klosterkellers pflegen wir eine Tradition, die ihre Wurzeln in den grossen Abteibieren Belgiens hat. Dort, wo Starkbiere nicht einfach nur getrunken, sondern wie edle Weine zelebriert werden, liegt die Inspiration für unsere Grand Cru Linie. Während das klassische Fastenbier die tägliche Stärkung darstellt, sind unsere Pilgrim Grand Crus die Krönung dieser jahrhundertealten Braukultur. Inspiriert von der belgischen Tradition der Abteibiere lassen wir unseren Bieren im Klosterkeller die Zeit, die sie brauchen. Belgische Seele: Unsere Grand Crus entstehen mit jener Ruhe aus mehreren Hefen und einer zweiten Gärung, die sie so komplex und tiefgründig machen. Klösterliche Ruhe: Im mit Fum, Whiskey oder Cognac vorbelegten Holzfass gim 300 Jahre alten Klosterkeller gereift, entwickeln sie einmalige Aromen von Vanilleund Spuren aus der Geschichte des Fasses - perfekt für die besinnlichen Abend-stunden nach der Vesper. Unsere Empfehlung für Ihre Fastenzeit: Gönnen Sie sich ein Stück lebendige Geschichte. Ob unser nahrhaftes Fastenbier oder ein edler Grand Cru – bei uns finden Sie das „flüssige Brot“ in seiner edelsten Form.
DIE GESCHICHTE DER STARKBIERE
„Liquidum non frangit jejunium“ - Flüssiges bricht das Fasten nicht. Die Fastenzeit beginnt am 20. Februar und dauert bis am 4. April. Ohne Sonntage sind...
PILGRIM Termine 2026
Jeden Samstag 10.00-16.30 Uhr Brauereiladen offen Attraktive Rampenpreisen Gratis PILGRIM verkosten. Blick in den Barrique-Keller
PILGRIM Termine 2026
Jeden Samstag 10.00-16.30 Uhr Brauereiladen offen Attraktive Rampenpreisen Gratis PILGRIM verkosten. Blick in den Barrique-Keller
PILGRIM Zwiebel-Steaks oder -Entrecôtes
Ein ganz einfaches Rezept nutzt die Eigenschaft der holzfassgereiften PILGRIM Grand Crus um Fleisch mit Extrakt anstatt Säure mürbe zu machen und Zwiebeln ohne langes Rühren zu karamellisieren. Fleisch 2 dicke Rumpsteaks oder Entrecôtes (Zimmertemperatur). Sauce 3 große Zwiebeln, 200 ml PILGRIM Grand Crus, 1 EL brauner Zucker. Das Aroma 1 EL Brat-Butter, Salz, viel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer. Die Zubereitung Anbraten: Erhitzen Sie die Brat-Butter in einer schweren Pfanne bis es fast raucht. Das Fleisch von beiden Seiten scharf anbraten (ca. 2 Minuten pro Seite), aus der Pfanne nehmen und ruhen lassen. Zwiebel-Basis: Die Zwiebeln in Ringe schneiden und im Bratfett des Fleisch glasig dünsten. Zucker darüberstreuen und Farbe annehmen lassen. Ablöschen: PILGRIM Grand Crus über die Zwiebeln giessen und den Satz vom Pfannenboden loskratzen – da steckt Geschmack Reduktion: Zwiebeln im Bier bei mittlerer Hitze einkochen bis die Flüssigkeit fast vollständig verschwunden ist und die Zwiebeln eine tiefbraune Farbe haben. Dauert etwa 10–12 Minuten. Finish: Fleisch(mitsamt dem Fleischsaft) zurück in die Pfanne und auf das Zwiebelbett legen um es wieder zu erwärmen. Warum das so gut funktioniert Die Malznote und der Alkohol des PILGRIM Triple Blond 10% oder Grand Crus14%haben weniger Säure als Wein, aber viel mehr Extraktstoffe. Daraus entsteht eine sämige, fast cremige Zwiebel-Sauce die wunderbar mit Fleisch harmonisiert. Tipp vom Braumeister: geht mit allen PILGRIM Limited und Grand Crus. Ein kleiner Klecks kalte Butter in die Zwiebeln reduziert die feine Bittere. Dazu passt natürlich ein herrlicher Schluck PILGRIM. En Guete.
PILGRIM Zwiebel-Steaks oder -Entrecôtes
Ein ganz einfaches Rezept nutzt die Eigenschaft der holzfassgereiften PILGRIM Grand Crus um Fleisch mit Extrakt anstatt Säure mürbe zu machen und Zwiebeln ohne langes...
PILGRIM - Die Brauerei am Pilgerweg
Da wo Geschichte und Genuss verschmelzen - Im Herzen der Pilgertradition Die Brauerei Kloster Fischingen liegt an einem geschichtsträchtigen Ort, der Tradition und Gemeinschaft verbindet: direkt am historischen Schwabenweg. Als Teil des Benediktinerklosters Fischingen sind wir der einzige Braubetrieb, der unmittelbar am Pilgerweg steht. Wir unterstützen die Dachorganisation SWISS-PILGRIMWAYS.CH aktiv dabei, die Pilgernden bestmöglich zu vernetzen und die Tradition der Pilgerwege zu pflegen. Im Herzen der Pilgertradition Der Schwabenweg verbindet Menschen, Geschichten und Kulturen. Seit Jahrhunderten ziehen Pilger hier vorbei – auf der Suche nach Sinn, Begegnung und innerer Ruhe. Unsere Brauerei ist Teil dieses Weges und versteht sich als Ort der Einkehr, Stärkung und Gastfreundschaft. Wegzehrung für Pilger Gegen einen Pilger-Stempel im Pilgerpass schenken wir jedem vorbeiziehenden Pilger als stärkende Wegzehrung eine Dose unseres PILGRIM BLOND ALE (mit oder ohne Alkohol). PILGRIM-Bier auch zuhause PILGR-Biere sind über den Online-Shop www.pilgrim.ch mit Postversand in der ganzen Schweiz und bald auch in Deutschland erhältlich. PILGER erhalten mit dem Code PILGERN2026 10% Rabatt. Der Pilgerweg: Ein europäisches Kulturerbe Der Schwabenweg ist ein Teilstück der berühmten Via Jacobi (Wanderland Route 4), dem historischen Pilger-Wegnetz, das quer durch Europa führt. Seit dem 8./9. Jahrhundert reisten Christen nach Santiago de Compostela, um das Grab des Apostels Jakobus zu besuchen. Die Route durch die Schweiz Der Schwabenweg beginnt in Konstanz und führt durch den Thurgau, vorbei am Kloster Fischingen und unserer Brauerei. Die Route setzt sich fort ins Tösstal, nach Rapperswil, über den Etzelpass nach Einsiedeln und schliesslich über den Brünig, Interlaken, Fribourg und Lausanne bis nach Genf. Das Symbol: Die Jakobsmuschel Die stilisierte Muschel ist das universelle Wegzeichen der Pilger. Ihre Rippen laufen auf einen Punkt zu und symbolisieren so die vielen Wege, die sich in Santiago de Compostela vereinen. Die Muschel steht nicht nur für die Wallfahrt, sondern auch für Beweis, Schutz und Gemeinschaft. PILGRIM: Ein Name mit globaler Geschichte Unsere Biere tragen den Namen PILGRIM in Anlehnung an unseren Standort am Pilgerweg. Doch der Name erinnert auch an eine faszinierende globale Geschichte: die Pilgrim Fathers. Die Brauer der „Mayflower“ 1620 legten die Pilgrim Fathers auf der Mayflower in der Bucht von Boston an. Ihr Vorrat an Bier – damals die sicherste Trinkflüssigkeit auf langen Seereisen – war erschöpft. Unter den Siedlern waren Brauer, die ursprünglich nur kurz an Land gehen wollten, um neues Bier zu brauen. Der frühe Wintereinbruch verhinderte die Weiterreise. Die Kolonie, die aus diesen Pilgern und ihren Brauern entstand, legte den Grundstein für die heutigen Vereinigten Staaten und damit für eine reiche Bierkultur mit Hunderttausenden von Craft-Beer-Brauern. Eine Brücke zwischen Kulturen Die Brauerei Kloster Fischingen schlägt mit ihrer Marke PILGRIM eine Brücke zwischen Tradition und Moderne: Tradition: Wir pflegen das Erbe mit traditionellen Abteibieren nach belgischem Vorbild. Moderne: Wir bieten zusätzlich trendige Craftbiere an. Dieses Sortiment feiert die Verbindung von Kontinenten und Kulturen und bietet Geniessern reiche Abwechslung. Wer pilgert heute? Die Motive zum Pilgern sind heute vielfältiger denn je. Es ist eine bunte Gruppe von Menschen, die nicht mehr nur aus religiösen Gründen unterwegs ist, sondern: Auszeit und Entschleunigung sucht. Selbstfindung und Orientierung anstrebt (Übergangs- oder Bilanzpilgernde). Körperliche Herausforderung und Naturerfahrung erleben möchte. Als "Tourigrino" Kultur, Landschaften und die Atmosphäre der Wege geniesst. Der heutige Pilger schätzt den Komfort, geniesst ein gutes Essen und natürlich: ein bekömmliches Bier – eine schöne Abkehr von den asketischen Zeiten, in denen fast ausschliesslich Wasser getrunken wurde. Für Fragen Brauerei Kloster Fischingen AGwww.pilgrim.chmartin.wartmann@pilgrim.ch079 414 41 70
PILGRIM - Die Brauerei am Pilgerweg
Da wo Geschichte und Genuss verschmelzen - Im Herzen der Pilgertradition Die Brauerei Kloster Fischingen liegt an einem geschichtsträchtigen Ort, der Tradition und Gemeinschaft verbindet:...
